Aachener Verein zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V.
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Sozialpsychiatrischer Fortbildungstag 2008
Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher, mittlerweile ist es schon fast zu einer Tradition geworden, Ihnen die Inhalte unseres alljährlich stattfindenden Fortbildungstages über unsere Homepage zu präsentieren. Wir freuen uns deshalb sehr, Ihnen nachfolgend die Manuskripte, Vorträge, Materialien und Fotos (1) zu unserem Aachener Sozialpsychiatrischen Fortbildungstag 2008 darbieten zu dürfen. Auch der Aachener Sozialpsychiatrische Fortbildungstag 2008 wurde wieder in enger Zusammenarbeit mit der Alexianer Krankenhaus Aachen GmbH und dem Universitätsklinikum Aachen konzipiert und durchgeführt. Die Veranstaltung fand statt am 15.10.2008 in der sehr gut besetzten Aula der Katholischen Fachhochschule Aachen (KFH). „Denn sie wissen nicht, was sie tun … – Institutionelle Lösungen gegen Gewalt?“ lautete das bewusst provokant formulierte Thema des Fortbildungstages 2008. Das folgende Zitat aus der Ausschreibung unserer Veranstaltung verdeutlicht die Problemstellung des Fortbildungstages 2008: „Nicht nur die Jugendhilfe, sondern ebenso die Einrichtungen der Eingliederungshilfe für psychisch behinderte Erwachsene sowie die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sind erhöhten Gewaltrisiken ausgesetzt und zunehmend gefordert, mit einer bedrohlichen, grenzverletzenden, aggressiven und gewalttätigen Klientel umzugehen. Der starke Anstieg von Problempatienten bzw. Problemklienten zeigt sich augenfällig in der seit einigen Jahren stetig wachsenden Zahl forensisch untergebrachter psychisch kranker Rechtsbrecher mit Gewaltdelikthintergrund. Betroffen von gewaltbereiten und gewalttätigen Klienten sind nicht nur die Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung; zugleich sind auch die dort lebenden Mitbewohner der Gewalt ausgesetzt: Gewalt steigert den Stresslevel, erzeugt Gefühle des Ausgeliefertseins und der Ohnmacht, führt zu Angst und Unsicherheit und hinterlässt immer Spuren.“ Im Anschluss an das Grußwort von Prodekan Prof. Dr. Wolfgang Domma, KFH Aachen, eröffnete Dr. Matthias Albers, Vorstandsvorsitzender des Aachener Vereins zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V., den Fortbildungstag. Welche Auswege und Möglichkeiten aus der Gewalt gibt es? Wie ist der richtige und angemessene Umgang mit Gewalt? Welche institutionellen Bedingungen sind notwendig, um in gewalttätigen Situationen physisch sicher und professionell handeln zu können? Mit diesen und ähnlichen Fragen und möglichen Antworten dazu beschäftigten sich die folgenden vier Experten- Vorträge: Martin Adendorf, Köln: “Hotel Plus mobil: Mit dem Rücken zur Wand – Kontakt ohne Grenzüberschreitung? Der Umgang mit Gewalt bei wohnungslosen psychisch kranken Menschen“ (Materialien sind hier abrufbar) Friedhelm Schmidt-Quernheim, Düren: “Was können wir von der forensischen Nachsorge lernen?“ (Materialien sind hier abrufbar) Dr. Manuela Dudeck, Greifswald: „Systemsprenger - Ergebnisse des in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführten Forschungsprojektes“ (Materialien sind hier abrufbar) Rüdiger Erbrecht, Bonn: “ADHS im Kindesalter als Risikofaktor für Persönlichkeitsstörungen im Erwachsenenalter“  (Materialien sind hier abrufbar) Die sich der Vortragsreihe anschließende Podiumsdiskussion wurde brillant moderiert von Dr. Wolfgang Naber, Aachen. Resümee: Ein spannender, erkenntnisreicher und die praktische Arbeit bereichernder Aachener Sozialpsychiatrischer Fortbildungstag 2008!   v.i.S.d.P. Dr. Mechtild M. Schmitz Geschäftsführerin des Aachener Vereins zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V. (1) Photos: Thomas Schumacher, Aachener Verein zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V.